Erklärung der VVN Ostholstein/Plön
Anschläge der Faschisten auf das Wahlkreisbüro Raju Sharma
Innerhalb von wenigen Tagen wurden auf das Wahlkreisbüro von Raju Sharma, MdB Die Linke, zwei Anschläge verübt. Darüber sind wir, die VVN-BDA OH, sehr betroffen. Es wundert uns allerdings nicht. Zumal sich eine Woche zuvor der Eutiner runde Tisch gegen Faschismus dort in dem Büro getroffen hat. Auch wurden wieder Versuche der sogenannten Ag 5 - Autonome Nationalisten Eutin gestartet, das Bündnis zu stören, was ihnen aber nicht gelang.
In den letzten Tagen und Wochen häuften sich die Übergriffe auf junge Antifaschisten und andere Mitglieder des Bündnisses.
Dazu schweigt die Öffentlichkeit und die Stadt Eutin. Für uns ein Weg, den wir für falsch halten.
Probleme - gerade durch Extremismus - müssen angesprochen und gemeinsam gelöst werden. Für ein gemeinsames Vorgehen verweigert sich die Stadt Eutin und antwortet nicht auf unsere Briefe.
Wir schließen uns der Forderung des Wahlkreismitarbeiters Sascha Thomas an, dass die Stadt uns öffentliche Räume zur Verfügung stellen soll.
Es wird Zeit, dass die Stadt Eutin zum Wohle aller Bürger agiert und nicht für eine elitäre Clique. Wir vermissen diesen Weg. Dass es anders geht, sieht man daran, dass es gute Kontakte zwischen VVN-BdA und der Polizei gibt, um sich auszutauschen über die Nazi-Aktivitäten in Eutin.
Klar ist, dass wir uns von Schmierereien an Hauswänden und anderen öffentlichen Flächen distanzieren. Dies gilt für den Eutiner runden Tisch gegen Faschismus. Wir wollen mit unserer Mitarbeit in diesem Bündnis dazu beitragen, dass Aufklärungsarbeit über diese Nazis geleistet wird. Zuletzt wurde ein Mitglied aus dem Bündnis verletzt, weil er sich gegen die Nazis stellte. Menschen, die vorbei gingen, haben nicht eingeschritten. Ich frage mich wirklich, ob wir wieder so weit sind, dass Menschen wegschauen, wenn Nazis agieren. Ich glaube keiner von uns will in dieser demokratischen und weltoffenen Gesellschaft in Eutin solchen Alltag haben, denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Volker Raetzke
Sprecher der VVN-BDA Ostholstein/Plön